16. Tag von Trier nach Dresden (636km)

Ganz entspannt starteten wir den letzten Urlaubstag mit einem typisch deutschen Frühstück, denn endlich gab es wieder Brötchen mit Marmelade. Zufrieden traten wir bei 20 Grad Celsius und Sonnenschein den Heimweg an. Dieser verlief zum Sonntag auf deutschen Autobahnen relativ unspektakulär. Die einzige Abwechslung boten 2 Tankstopps und die notwendigen biologischen Pausen. Zwischendurch retteten wir noch ein älteres Pärchen vor dem sicheren Tod, in dem wir ihnen während der Fahrt mit Handzeichen verdeutlichten, dass ihr Tankverschluss vom Auto noch komplett offen war. Bedankend fuhren die beiden umgehend auf den Seitenstreifen, um das Leck zu schließen und wir nahmen währenddessen die letzten Kilometer in Angriff. 15 Uhr trafen wir am Blauen Wunder in Dresden ein. Erleichtert, auch diese Reise ohne Pleiten, Pech und Pannen überstanden zu haben, waren wir ziemlich stolz auf die knapp 6500km in den letzten 16 Tagen. Eine Erfahrung, die wir nicht mehr missen möchten.

Dankeschön: Mittlerweile sind wir aufgrund unserer zahlreichen Touren ein eingespieltes Team, was bei einer 24-Stunden-Kommunikation und manchen Unsicherheiten während der Reisen, die wichtigste Voraussetzung ist. Man muss sich aufeinander verlassen können und am selben Strang ziehen. Ich danke Matthias für den Einsatz als Navigator und die hervorragende Routenplanung durch Schottland. Freue mich auf die Fortsetzung 2020.

 

Fazit: Auch wenn die Briten beabsichtigen die europäische Gemeinschaft zu verlassen, sind sie stets zuvorkommend und interessiert. Überall und mit jedem kommt man ins Gespräch. Vor allem in der Gastwirtschaft und im Straßenverkehr macht sich die gute Erziehung bemerkbar. Es wird respektvoll miteinander umgegangen und man fühlt sich stets willkommen. Sein übriges tat das fantastische Wetter innerhalb der 2 Wochen und somit kann der Mai wärmstens als Reisemonat empfohlen werden. Ein großer Unterschied zwischen den beiden Inseln ist kaum festzustellen, die Landschaften variieren eher in Nord und Süd. Im Norden die kargen Weiten Schottlands oder die rauen Steilküsten Nordirlands und im Süden die karibischen Strände Irlands oder grünen Hügel Englands. Man kann starke Vergleiche mit Skandinavien ziehen, wobei aber das Archipel wesentlich kleiner und kurviger in der Straßenführung ausfällt. Gerade die Single-Track-Roads muss jeder Motorradfahrer einmal im Leben gefahren sein!